GAEB und BMEcat: Produktdaten für Planer und Händler
Produktdaten direkt für Ausschreibungen und Kataloge bereitstellen
Wenn der Planer nach der GAEB-Datei fragt
GAEB und BMEcat sind die Formate, in denen Planer, Architekten und Händler Produktdaten erwarten. „Können Sie uns den Ausschreibungstext als GAEB schicken?“ „Wir brauchen Ihren Katalog als BMEcat.“ Solche Anfragen kennt jeder Hersteller in der Baubranche. Wer die Formate direkt aus der eigenen Website liefern kann, spart Zeit und landet schneller in Ausschreibungen und Katalogen.
Das Symptom: Produktdaten werden abgetippt
Ein Architekt plant ein Bauvorhaben und braucht für das Leistungsverzeichnis den passenden Text zu Ihrem Produkt. Ein Fachhändler will Ihr Sortiment in seinen Onlineshop übernehmen. In vielen Betrieben beginnt dann die Handarbeit: Daten aus Excel kopieren, Texte aus dem Prospekt übernehmen, eine Datei zusammenbauen.
Das kostet Zeit im Vertrieb. Und es schleichen sich Fehler ein. Maße stimmen nicht mehr, ein Artikel ist längst ersetzt, oder der Text passt nicht zur aktuellen Produktversion.
Was GAEB und BMEcat sind
GAEB steht für den Gemeinsamen Ausschuss Elektronik im Bauwesen. Er legt Regeln für den elektronischen Austausch von Bauleistungsbeschreibungen fest. Das aktuelle Format heißt GAEB DA XML. Ausschreibungs- und Kalkulationsprogramme können solche Dateien einlesen, ohne dass jemand Texte abtippen muss.
BMEcat ist ein XML-basierter Standard für elektronische Produktkataloge. Herausgeber ist der Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik (BME). Mit BMEcat übergeben Hersteller Artikel, Merkmale, Bilder und Preise strukturiert an Händler, Einkaufsplattformen und Shops.
Kurz gesagt: GAEB bringt Ihr Produkt in die Ausschreibung, BMEcat bringt es in den Katalog. An beiden Stellen sitzen andere Menschen mit anderen Erwartungen.
Aus Sicht des Herstellers
Im Vertrieb kommen die Anfragen in unterschiedlichen Formaten an, und jede wird einzeln bearbeitet. Produktdaten werden dabei mehrfach gepflegt: im Prospekt, in Tabellen, auf der Website. Werden GAEB und BMEcat direkt aus den Produktdaten Ihrer Website erzeugt, etwa mit dem CMS-Modul Produkt, pflegen Sie jedes Produkt nur noch an einer Stelle. Jede Ausgabe zeigt dann automatisch den aktuellen Stand.
Aus Sicht von Planern und Architekten
Wer ein Leistungsverzeichnis erstellt, braucht den passenden Text zum Produkt, und zwar in einem Format, das sein Programm einlesen kann. Öffentliche Auftraggeber verlangen den Austausch nach GAEB häufig schon in ihren Vergabeunterlagen. Mit der GAEB-Integration laden Planer den Ausschreibungstext selbst von Ihrer Website herunter, ohne Nachfrage und ohne Wartezeit. Über Plattformen wie Ausschreiben.de finden sie Ihre Produkte zusätzlich dort, wo sie ohnehin suchen.
Aus Sicht von Händlern und Einkaufsplattformen
Ein Fachhändler will Ihr Sortiment in seinen Onlineshop oder seine Warenwirtschaft übernehmen. Kommen die Daten als Tabelle, muss er jede Spalte von Hand zuordnen, und bei jeder Preisänderung beginnt das von vorn. Die BMEcat-Integration stellt Ihre Katalogdaten so bereit, wie Händlersysteme sie erwarten. Das macht es dem Handel leicht, Ihre Produkte zu listen.
Was alle drei verbindet: verstreute Produktdaten
Produktdaten liegen oft verteilt. Ein Teil steckt im Warenwirtschaftssystem, ein Teil in Tabellen, ein Teil auf der Website und im gedruckten Katalog. Jeder Empfänger erwartet zudem ein anderes Format. Ohne zentrale Datenquelle wird jede Anfrage zum Einzelprojekt, für den Hersteller ebenso wie für Planer und Händler.
Die Lösung: eine Datenquelle, viele Formate
Sind Ihre Produkte auf der Website bereits strukturiert gepflegt, lassen sich GAEB und BMEcat direkt daraus erzeugen. Der Hersteller pflegt einmal, der Planer lädt den Ausschreibungstext, der Händler erhält den Katalog. Alle arbeiten mit denselben, aktuellen Daten.
Wer viele Produkte, Varianten oder Sprachen hat, profitiert von einem PIM-System. Ein PIM ist eine zentrale Datenbank für Produktinformationen. Dort pflegen Sie jedes Produkt einmal und spielen es von dort aus überall hin: auf die Website, als GAEB-Datei, als BMEcat-Katalog oder als gedrucktes Produktdatenblatt per Web-to-Print.
Welche Grundlage passt, hängt von Sortiment und Datenlage ab. Zeigt Ihre Website die Produkte bereits vollständig, ist die Ausgabe direkt daraus der naheliegende Start. Werden Daten heute an mehreren Stellen doppelt gepflegt, lohnt sich ein PIM. Kommen solche Anfragen nur ein paarmal im Jahr, genügen oft Konvertierungsprogramme, die Tabellen in eine GAEB-Datei umwandeln.
Mehr zu unseren Lösungen für Unternehmen in der Baubranche finden Sie in unserer Branchenübersicht.
Häufige Fragen zu GAEB und BMEcat
Was ist eine GAEB-Datei?
Eine GAEB-Datei enthält Leistungsbeschreibungen in einem genormten Format für das Bauwesen. Ausschreibungs- und Kalkulationsprogramme lesen sie direkt ein, sodass Texte nicht abgetippt werden müssen.
Was ist der Unterschied zwischen GAEB und BMEcat?
GAEB dient dem Austausch von Leistungsverzeichnissen in Ausschreibung und Vergabe. BMEcat dient dem Austausch von Produktkatalogen zwischen Herstellern, Händlern und Einkaufsplattformen. Viele Hersteller in der Baubranche brauchen beides.
Brauche ich dafür ein PIM-System?
Nicht zwingend. Sind die Produkte bereits strukturiert auf der Website gepflegt, lassen sich beide Formate oft direkt daraus erzeugen. Ein PIM lohnt sich, sobald Daten an vielen Stellen doppelt gepflegt werden.
Welche GAEB-Version sollte ich liefern?
Heute ist GAEB DA XML üblich. Welche Version und welche Austauschphase genau verlangt wird, steht in der Regel in den Vergabeunterlagen des Auftraggebers.
Was passiert, wenn sich ein Produkt ändert?
Kommen die Dateien direkt aus Website oder PIM, ändern Sie das Produkt nur an einer Stelle. Die nächste GAEB- oder BMEcat-Ausgabe enthält dann automatisch den aktuellen Stand.
Lassen Sie uns Ihre Produktdaten in Form bringen
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